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Und nochmal Bali
12.12.2003 - E-Mail aus Sanur, in der Nähe von Balis Hauptstadt Denpasar

Lovina Beach Lovina Beach Lovina Beach Lovina Beach Lovina Beach liegt im Norden Balis, ungefähr in der Mitte, in der Nähe von Singaraja (Stadt der Löwen) und ist recht gemütlich, zumindest nicht so hektisch und voller Verkäufer wie in Kuta. Wobei hier aber auch Einige rumlaufen und nichts anderes sagen wie "cheap price, cheap price, for good luck". Wir suchten uns eine nette Unterkunft mit Klimaanlage, da es ja hier in Bali ob Tag oder Nacht immer heiß ist, in einer Straße, die alles hat. Restaurants, Souvenirshops, Bars, kleiner Supermarkt. Hier ist zwar der Sand auch noch grau von Lava aber der Strand lange nicht so überbevölkert. Wir liehen uns ein kleines Moped aus und fuhren einmal links die Küste entlang bis Gillimanuk, wo die Fähren nach Java losgehen und noch etwas an der Westseite runter. Hier sind einige Tempel zu sehen, viele Affen am Straßenrand, Kokos- und Bananenfelder und das einzige Weingebiet Balis, "Hatten Wein", das von einem französischen Winzer unterstützt wird. Auch ist hier der einzige Buddha-Tempel zu sehen, der schon etwas vermoost in einer guten Berglage liegt, mit super Ausblick. Weiter führt die Straße zu den Hot Springs, wo aus der Erde heißes Wasser in tempelumgebenden Pools fließt, in denen man ein nettes Bad nehmen kann.
Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk
Fährt man von Lovina Beach nach Singaraja und etwas ins Landesinnere, kommt man nach Gitgit, wo ein riesen Wasserfall ist, angeblich der größte Balis. Diesen Ausflug ersparten wir uns aber, genauso wie die unzähligen Delphintouren, die angeboten werden. Im Morgengrauen ziehen an die 60 Boote ins Meer raus, um den Touris Delphine zu zeigen. Taucht einer auf rast die ganze Meute auf die Tiere zu und jagt sie durchs Wasser.

An der Küste entlang Richtung Osten kommt man an den Cold Springs vorbei, wo in Meernähe kalte Frisch-Wasser-Pools auf eine kühle Erfrischung warten. Weiter führt die Strasse in Richtung Amed, wo schöne Schnorchelplatze sind. Hier in Lovina trafen wir auch Andrea und Joseph aus Bayern, die Nini vom Judo her kennen und zufällig im gleichen Hotel auftauchten. Da die zwei noch ihre restlichen 14 Tage in Sanur in einem Hotel hatten, nahmen sie unsere Koffer schon mal mit und wir konnten gemütlich nur mit Rucksack bepackt in Richtung Lombok aufbrechen. Echt ein feiner Zug. Wir fuhren mit einem Shuttle-Bus nach Padang Bai an der Ostküste Balis, von wo die Fähren nach Lombok abgehen. Padang Bai ist ein kleines Fischerdorf in einer Bucht direkt am Meer mit weißem Sandstrand. Wir suchten uns eine Unterkunft für eine Nacht und wurden mit einem kleinem zweistöckigen Bambushaus fündig. Die meisten dieser Hütten haben allerdings nur ein Mandi. Das ist ein Freiluftbad mit Wasserhahn und Klo ohne Spülung. Dazu nimmt man Wasser aus Eimern, ebenso wenn man duschen will. Die Balinesen haben auch kein Toilettenpapier, sodass man da immer welches dabei haben sollte. Das Haus hatte auch nur einen Ventilator und da es rundrum offen war, war das vorhandene Moskitonetz sehr hilfreich. Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk Gillimanuk

Padangbai Danach machten wir uns auf den Weg zum Hafen, wo wir mit Entsetzen festellen mussten, das die klapprigen, verrosteten Schiffe die Fähren sind, die uns nach Lombok bringen sollten. Nichts desto trotz kauften wir uns ein Tickett und auch gleich den Bus und die Überfahrt zu den Gillis dazu. Angeblich sind die Boote die ausrangierten Schiffe von Asien und so schauen sie auch aus. Voller Rost, klapprig und sinkgefährdet aber kosten auch nur 1 Euro 50. Am nächsten Morgen gings los und wir bekamen sogar noch einen Sitzplatz, der die 4-stündige Überfahrt etwas angenehmer machte. Kaum auf dem Schiff, wurden wir auch schon wieder von vielen Verkäufern belagert, um noch schnell was zu kaufen. Falls jemand mal auf so einem Schiff fährt, vermeidet es die Toiletten zu benutzen. Nur als kleiner Tipp. In Lembar, dem Hafen der Insel Lombok angekommen, holte uns ein Shuttle Bus ab, der uns dann Bangsal im Norden brachte, von wo die Fischerboote zu den Gillis fahren. Allerdings lud uns der Bus kurz davor ab, um dann noch in einem Warung, so heissen die kleinen Imbisse, einkaufen und dann auch noch für Pferdekutsche die sogenannten Cidomos zahlen sollte. Alles Banditen! Die Rechnung ging aber nicht auf.
Am Hafen unten stehen die vielen Fischerboote, die vollbeladen wie auch sonst zu den Inseln fahren. Am nähesten ist Gilli Air, dann Gilli Meno, die kleinste der drei und schliesslich Gilli Trewangan, für die wir uns entschieden hatten. Gilli Trewangan ist als Partyinsel und Mushrom Island bekannt aber durch die wenigen Touristen war es gerade für uns geschaffen. Weisser Strand, türkisblaues Wasser und gemütliche Strandrestaurants, die alle fangfrischen Fisch anbieten, erwarteten uns. Wir suchten uns wieder mal eine Unterkunft. Diesmal einen kleinen Bungalow mit Ventilator, Mandi und das ganze für 2 Euro 50. Das heißt, wir zahlten für die eine Woche soviel wie wir einmal zum Essen gehen. Hier fahren nur die Pferdekutschen (Cidomos) rum und es ist ein wahres Schnorchelparadies. Abends werden im jeden Pub DVD-Filme gezeigt oder man kann sich sogar in kleinen, japanischen Bambushäuschen auf Stelzen seinen eigenen, kostenlosen DVD-Film aussuchen. Auf den Speisekarten stehen die sogenannten Magic Mushroms und an jeder Ecke bieten sie Wasserpfeifen an. Allerdings war es uns die ganze Woche nicht so gut und wir wechselten uns des öfteren mit der Benutzung der Toilette ab. Da Lombok im Gegensatz zu Bali nicht ganz malariasicher ist, bekamen wir schon Panik, aber es spielte sich alles wieder ein. Auf der Insel Lombok Auf der Insel Lombok
Nach einer Woche Relaxen, Schnorcheln und Sonnen fuhren wir wieder mit dem kleinen Boot zurück nach Lombok und danach weiter mit dem Bus, der mindestens genauso klapprig ist, wie die Boote, zur Fähre, die uns wieder zurück nach Bali bringen sollte. Als wir ankamen, war die Fähre bereits vollkommen überladen und trotzdem fuhren noch mindestesn 10 Busse und Lastwagen auf das Schiff. Bei jedem Mal schaukelte das Schiff, als wenn es gleich untergehen würde und nicht erst auf hoher offener See. An einen Sitzplatz war diesmal gar nicht zu denken und als es auch noch zu regnen anfing, quetschte sich alles unters Dach und man stand vier Stunden lang hauteng wie die Ölsardinen aneinander geklebt da. Des macht Spass. In Padang Bai auf Bali zurück gingen wir wieder zu unseren Bambusbungalow für eine Nacht und organisierten uns einen Transport nach Sanur. Dort angekommen ließen wir uns erst mal zu einem Hotel bringen, weil des haben wir uns verdient. Alles da im reinsten Luxus und zahlen nicht mal soviel wie wir in Australien für einen Backpacker zahlten. Dort trafen wir dann auch wieder die beiden aus Bayern die ja unsere Koffer einstweilen aufbewahrten. Zusammen fuhren wir dann gleich nochmal nach Jimbaran zum Fischessen. Diesmal musste ein fangfrischer Krebs dran glauben und es war wieder mal sehr lecker.

Auf der Insel Lombok Gestern waren wir in Denpasar der Haupstadt Balis, wo wir in einem rieseigen Markt Souvenirs zum Spottpreis einkauften. Die haben wirklich alles und halb so "teuer" wie in Kuta oder anderen Souvenirshops. Da werden wir fast nochmal hinmüssen. Nach drei Tagen Luxus suchten wir uns nun ein günstigeres aber auch feines Hotel und bleiben dort die restliche Woche, von wo aus wir noch einige Tagesausflüge machen wollen, bevor es nächsten Freitag Richtung Deutschland zurück geht.

Davor werdet ihr aber noch von uns hören.