Fahrt von Margaret River nach Adelaide - Teil 1

Von Margaret River nach Albany 15.09.2003 - E-Mail aus Albany

Wie gesagt, der Abschied war nicht so leicht, aber wir sind doch weg gekommen. Weiter gings Richtung Walpole. Dort sind die berühmten Karri- und Jarrahbäume. Das ist eine von vielen Eukalyptusarten, die es hier in Aussie gibt und die bis zu 80m hoch werden und 20m Umfang haben können. Des wären Maibäume für uns. Da kann man direkt an Jockl reinparken. Hier gibt es auch ganz viele Callas. Blumenexperten wissen, dass die sehr teuer in Deutschland sind und hier wachsen sie wie Unkraut. Die Australier sagen Death-Flower dazu, weil sie nicht totzukriegen sind. Außerdem haben wir noch nie so viele freilebende Kanguhs gesehen, wie hier. Ein Traumplatz hier unten.
Weiter fuhren wir zum "Valley of Giants", wo man den Tree-Top-Walk machen kann. Man spaziert da auf einer Eisenbrücke in den Gipfeln der Eukalyptusbäume herum. Sehr witzig und sehr aufregend da die Brücken sehr schwingen, wenn man darüber geht. Man kommt sich vor, als wenn man betrunken wär. Man kann auch noch unten herum wandern, wo man durch die Bäume durch gehen kann. Das ist ein richtiges Haus.

Über Nacht blieben wir auf einem Free camp direkt am Meer mit Campfeuer und warmen Duschen und des auch noch umsonst. Wir waren dort ganz allein, was uns wunderte, da es ein super schöner Platz ist. (Und dies mal liebe Zellingers müsst ihr uns ein Sackerl Gummibären anbieten damit wir euch den Platz sagen.) Am Morgen war der helle Aufruhr. Überall Rangerautos und Polizei und viele Leute. Da ist wohl ein Boot mit Fischern seit Tagen spurlos verschwunden, wie wir rausgefunden haben. Voll der Krimi.
Valley of Giants Valley of Giants Valley of Giants
Valley of Giants Valley of Giants Valley of Giants Valley of Giants Valley of Giants
Im Moment sind wir in Albany und machen uns dann auf den Weg nach Esperance über Stirling Nationalpark mit den Wildblumen. Und dann die große Langeweile über die Nullarbour. ca 1500 km lang und nur gähnende Leere. Hier ist auch die längste Gerade der Welt mit 145 km. Nur gut, dass wir nicht vor 1996 gefahren sind, denn erst im Jahr 1996 war die Nullarbour, die einzige Verbindungsstraße von Adelaide nach Perth erstmals durchgängig geteert!!!! Falls wir vor dieser Strecke noch mal Internet finden kommt ein Bericht. Ansonsten erst in ein paar Tagen von Adelaide.



18.09.2003 - E-Mail aus Esperance

Von Albany nach Esperance
Natural Bridge bei Albany In Albany besuchten wir noch die sogenannte Natural Bridge und The Gap. Das sind vom Wasser verformte Felsen. Recht spektakulär. Erst wollten wir noch die Whaleworld anschauen, aber ein Ranger erklärte uns, dass man da nur das Fangen und das Schlachten der Wale sehen kann und das müssen wir ja wohl nicht sehen. Dann machten wir uns über den Stirling Range Nationalpark auf nach Esperance.
Der Stirling ist nicht der Brüller, aber die Wildblumen davor und danach sind eine Sehenswürdigkeit. Man fährt ewig lang in einem gelben Blumenteppich durch die "Berge" des Stirlings. Das sind zwar keine richtigen Berge, so wie bei uns zu Hause, aber in West Australien die einzigen. Deshalb eine Attraktion! Zu vergleichen bei uns mit dem Vorberg in Greiling. Stirling Range Nationalpark Stirling Range Nationalpark Stirling Range Nationalpark

In Esperance angekommen, waren wir sehr verblüfft, dass es so schön ist, obwohl eher touristisch eingerichtet. Wir fuhren in den Cape Le Grand Nationalpark und der übertrifft alles. Türkisblaue Buchten und schneeweiße Strände. Sogar der Sand quietscht, als wenn man auf Schnee gehen würde. Wir suchten uns einen Campplatz direkt neben dem Strand, sodass man nur türkis sah vom Jockl aus. Wir gingen am Strand entlang, fischten und versuchten unser Essen vor rumlaufenden Kanguruhs zu schützen. Wieder einmal kamen wir auch gut mit dem Ranger aus, sodass wir für die Nacht nichts zahlen brauchten.

Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark Cape Le Grand Nationalpark
Man könnte im Park sehr schön wandern. Von einer Traum-Bucht zu nächsten oder auf Hügel um die ganze Küstenszenerie zu bewundern. Aber uns geht mittlerweile die Zeit aus. Wir sind zurück in Esperance, um noch das nötigste einzukaufen, allerdings nicht zu viel, denn zwischen Western Australia und South Australia gibt es wieder eine dieser seltsamen Lebensmittelkontrollen und morgen früh gehts los in Richtung Nullarbour. Auf dieser Strecke wird übrigens zweimal die Uhr umgestellt. Drückt uns die Daumen, dass alles gut geht.


Weiteres in ein paar Tagen aus Adelaide