04.06.2003 - Broome an der Westküste

Outback

30.05.03 - SMS
Hi, wir sind in Kananurra - Western Australia, auf dem Weg zur Westküste. Wir melden uns aus Broome ausführlich mit traumhaften Fotos der Kimberleys Kakadu und Darwin incl. Bericht. Wir sind euch jetzt nur noch 7 Stunden voraus.

04.06.03 - SMS
Hallo, wir sind jetzt in Broome seit 2 Tagen. Wir hatten nur vor lauter Strand keine Zeit zum emailen. Wir melden uns die Tage wieder. Inzwischen sind wir 14.639 km gefahren. Viele liebe Grüße. Alex und Nini
Der Jockel im Outback Lebensgefahr !!

07.06.03 - Reisebericht
Nachdem wir in Darwin am Mindil Beach Sunset Markt noch Kroko gegessen hatten, machten wir uns auf den Weg über den Kakadu Nationalpark in Richtung Westküste. Der Kakadu ist voll von Krokos, Aborigines und unbefestigten Straßen, so dass sich unser Tripp sehr verkürzt hat. Dennoch ist der Kakadu sehr schön. Wir waren am Ubirr, einer Kultstätte der Aborigines mit Felsenmalereien. Der Sunset ist dort sehr schön und noch an den Yellow Warters, wo man auch das eine oder andere Kroko unter den Füßen schwimmen sieht. Man kann dort über Eisenstege übers Wasser gehen und sich die Mangrovensümpfe ansehen. Es ist schon komisch hier im Kakadu. Man kann überall schwimmen, aber zugleich sind auch überall Schilder an den Flüssen und Wasserfällen, dass dort hungrige Krokos hausen. Wir hielten uns jedenfalls vom Wasser fern. Wir blieben eine Nacht im Bushcamp und fuhren dann wieder raus, weiter in Richtung Katherine, wo wir nochmal eine Nacht blieben, da die Strecken hier wirklich weit sind. Von dort ging es über die Kimberlys eine ewig lange, rote, kantig felsige Bergkette, die sich ca. 1500 km bis nach Broome zieht.
Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback Der Jockel im Outback
Wir machten halt in Kununurra, wo wir kurz danach über die "Grenze" nach Western Australien fuhren. Diese ist die einzige "Grenze" in ganz Australien, allerdings wird man hier nur nach Obst, Gemüse und Frischlebensmittel geprüft, da man die nicht von einem Staat in den anderen bringen darf, wegen so einer komischen Fruchtfliege. Im Ernst jetzt, so ist das hier mit den Aussies. Sie knöpften uns drei Zwiebeln ab und wir konnten weiterfahren. Wir haben uns ja vorher schon von so manch wertvollem Zeug entledigt. Western Australien ist der größte Staat in Australien und umfasst fast die Hälfte des Landes. Der Zeitunterschied zu uns daheim nur noch 7 Stunden und um halb sechs Uhr ist schon Sonnenuntergang. Da mussten wir unseren Rythmus wieder umstellen. Mittlerweile stehen wir um 7 Uhr auf und gehen um 9 Uhr ins Bett. Wir machten noch mal Halt in Warnum und Halls Creek, wo wir übernachteten aber mit Sicherheit nicht länger bleiben würden, da es mal wieder sehr wild mit den Wilden war. Lustig sind die Aussies ja. Fahren durch die "einsame Wüste" wo 150 km rundrum nichts ist. Da hält uns die Polizei auf und macht Alkoholkontrolle um halb 10 am Vormittag. Mittendrin im Nirgendwo. Sehr lustig.

Wir fuhren nach Derby, das schon am Meer liegt, aber nicht der Brüller ist, da es eine Bucht ist und fast immer Ebbe. Auf der Strecke sind überall sogenannte Falschenbäume zu sehen, die es nur hier in der Region gibt. Einer ist sogar so dick dass dort ein Aborigine eingesperrt war, der mal einen Weißen erschossen hatte. Bob-Prison Tree in Derby. Dann sind wir endlich in Broome angekommen, das sehr schön mit einem 22 km langen weißen Strand ist. Direkt am Indischen Ozean. Broome ist sehr bekannt durch die damaligen Perlentaucher. Man kann hier mit Kamelen zu Sunset oder Sunrise reiten und jeden Tag sind Delphine am Strand oder man sieht riesige Mantarochen durchs Wasser hüpfen. Broome ist sehr chinesisch und sehr teuer, da dass meiste eingeflogen werden muss.

Wir haben hier auch unsere erste Milka Schoki gefunden, so dass wir nun sicher noch länger in Aussie bleiben. Wir waren mit einem Einheimischen in der Früh um 5 Uhr Muschelnsuchen. Cool war des. Das ist ein Reef im Aborigineland, das fast keiner kennt. Der Einheimische kennt es auch nur, weil er mit einer Abo-Frau verheiratet ist. Dort war gerade Ebbe, also die beste Zeit, um die Muscheln zu suchen. Auf dem Fischmarkt in Sydney würde man dafür 200 Dollar pro Kilo zahlen und wir haben sie frisch und roh vom Meer um 5 Uhr früh gefrühstückt. Wir suchten ca. 30 cm große Muscheln, öffneten sie und schnitten das innere Fleich raus. Lecker! Weiter ist hier noch ein Markt und ansonsten ist nur Beachen angesagt. Also müssen wir los, sonst sind die Delphine weg. Ab an den Beach und tschüss bis demnächst.